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Leuchtturm

Google-Unternehmensprofil optimieren: 8 Stellschrauben

8 Stellschrauben für Ihr Google-Unternehmensprofil: Kategorie, Öffnungszeiten, Fotos, Bewertungen, Link zur Website. In einer Stunde erledigt.

Ein Google-Unternehmensprofil bringt lokale Anfragen, wenn acht Dinge stimmen: richtige Hauptkategorie, vollständige Leistungen, korrekte Öffnungszeiten inklusive Feiertagen, echte Fotos, ein Link auf die passende Unterseite, beantwortete Bewertungen, gepflegte Fragen-und-Antworten und Daten, die exakt zur Website passen. Alles acht können Sie ohne technische Kenntnisse selbst erledigen.

Warum das Profil oft wichtiger ist als die Startseite

Bei einer lokalen Suche auf dem Handy steht Ihr Profil häufig ganz oben — mit Öffnungszeiten, Sternen, Anruf-Button und Route. Viele Suchende entscheiden dort, ob sie anrufen, ohne Ihre Website je zu öffnen. Das Profil ist damit kein Nebenschauplatz, sondern die Fassade Ihres Betriebs in der Suche.

Der Haken: Es veraltet lautlos. Eine Nummer, die vor zwei Jahren stimmte, ein Feiertag, an dem Sie doch geschlossen hatten, ein Foto aus der Zeit vor dem Umbau — nichts davon meldet sich. Sie merken es nur an Anrufen, die nicht kommen.

Die acht Stellschrauben

1. Hauptkategorie sauber wählen

Die Hauptkategorie entscheidet, bei welchen Suchen Sie überhaupt in Frage kommen. Wählen Sie die Kategorie, die Ihr Kerngeschäft am genauesten trifft — nicht die breiteste. Ein Betrieb, der überwiegend Heizungen wartet, ist kein „Bauunternehmen“. Zusatzkategorien dürfen die Randbereiche abdecken.

2. Leistungen vollständig eintragen

Tragen Sie jede Leistung ein, die Sie tatsächlich anbieten, in der Sprache Ihrer Kundschaft: „Wallbox-Installation“ statt „E-Mobilitätslösungen“, „Intensivkurs Klasse B“ statt „Kompaktausbildung“. Was nicht eingetragen ist, kann in der Suche auch nicht auftauchen.

3. Öffnungszeiten — inklusive Feiertagen und Notdienst

Standardzeiten pflegen ist das eine, Sonderzeiten das andere. Feiertage, Betriebsurlaub und abweichende Zeiten gehören in den entsprechenden Bereich des Profils. Wer eine Notdienst-Erreichbarkeit hat, schreibt sie in die Beschreibung — sie ist genau die Information, nach der außerhalb der Geschäftszeiten gesucht wird.

4. Echte Fotos statt Stockbildern

Fotos vom eigenen Betrieb, den eigenen Räumen, dem eigenen Team schlagen jedes gekaufte Motiv — weil sie zeigen, was Menschen vor Ort tatsächlich erwartet. Ein Bild des Eingangs hilft beim Wiederfinden, ein Bild der Werkstatt oder des Warteraums nimmt die Unsicherheit vor dem ersten Besuch.

5. Link auf die passende Unterseite

Der Website-Link im Profil muss nicht zwingend auf die Startseite zeigen. Wenn Ihre Kundschaft aus dem Profil heraus meist dasselbe will — Termin anfragen, Karte ansehen, Kurse buchen — verlinken Sie direkt auf diese Unterseite. Ein Klick weniger ist im mobilen Suchmoment viel wert.

6. Bewertungen beantworten, alle

Antworten Sie auf gute wie auf schlechte Bewertungen, sachlich und kurz. Nicht, weil das eine Zahl verbessert, sondern weil mitlesende Interessenten sehen, wie Sie mit Kritik umgehen. Erfinden Sie nie Bewertungen und kaufen Sie keine — das fällt auf und beschädigt genau das Vertrauen, um das es geht.

7. Fragen und Antworten selbst befüllen

Im Frage-Antwort-Bereich darf auch der Betrieb selbst Fragen stellen und beantworten. Nutzen Sie das für die Fragen, die bei Ihnen täglich am Telefon ankommen: Parkplätze, Barrierefreiheit, Zahlungsmittel, Wartezeiten, Ablauf des ersten Termins.

8. Daten exakt wie auf der Website

Name, Adresse und Telefonnummer müssen im Profil zeichengenau so stehen wie auf Ihrer Website und im Impressum. Abweichungen wirken auf Suchende wie ein Warnsignal und erschweren Suchmaschinen die Zuordnung. Warum das mehr kostet, als es klingt, steht in NAP-Konsistenz: Warum unterschiedliche Adressen Sie Kunden kosten.

Was das Profil nicht kann

Das Profil beantwortet die Grundfragen. Es zeigt keine Preislogik, keine Kursarten, keine Referenzen, keine ausführliche Terminanfrage, keine saisonalen Angebote — und Sie bestimmen weder Layout noch Reihenfolge. Alles, was Ihr Geschäft erklärt statt nur verortet, gehört auf Ihre eigene Seite. Wie beides zusammenspielt, steht im Überblicksartikel Local SEO für lokale Betriebe.

Was auf Ihrer Seite technisch dazugehört — von strukturierten Daten bis zur maschinenlesbaren Öffnungszeit — finden Sie unter Leistungen.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich das Profil pflegen?

Einmal im Quartal reicht für den Durchgang, plus anlassbezogen: neue Leistung, geänderte Zeiten, Betriebsurlaub, Umzug, neue Nummer. Der Quartalstermin dauert erfahrungsgemäß eine gute halbe Stunde, wenn die Daten sonst stimmen.

Schadet es, wenn ich mehrere Kategorien eintrage?

Zusatzkategorien sind sinnvoll, solange sie zutreffen. Kritisch wird es, wenn die Hauptkategorie zu breit gewählt ist — dann konkurrieren Sie bei Suchen, die gar nicht Ihr Geschäft sind, und fehlen bei denen, die es wären.

Was mache ich mit einer offensichtlich unfairen Bewertung?

Sachlich antworten, den Sachverhalt aus Ihrer Sicht kurz darstellen, keine persönlichen Daten nennen. Verstößt die Bewertung gegen die Richtlinien, können Sie sie melden — ob sie entfernt wird, entscheidet die Plattform, nicht Sie.

Brauche ich für jede Filiale ein eigenes Profil?

Ja, jeder Standort mit eigener Adresse und eigenen Öffnungszeiten braucht ein eigenes Profil. Wichtig ist dann, dass jede Filiale auch auf der Website eine eigene, auffindbare Standortseite hat — sonst führt das Profil ins Leere.

Der nächste Schritt

Wenn das Profil steht, ist die Website an der Reihe. Unser kostenloser Website-Check prüft zwölf Punkte automatisch — darunter, ob Öffnungszeiten und Telefonnummer auf Ihrer Seite überhaupt so hinterlegt sind, dass Suchende und Suchmaschinen sie finden. Ergebnis sofort auf dem Bildschirm, ohne E-Mail.

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